Presse & Aktuelles

Was uns gerade bewegt

9/17 Churn Tagung

Wir blicken zurück auf einen Workshop mit spannenden Vorträgen und interessanten Diskussionen. Vielen Dank an alle Referenten und Teilnehmer - wir würden uns freuen, Sie beim Workshop 2018 wiederzusehen. In der Zwischenzeit besuchen Sie uns doch in unserem Office in Düsseldorf oder auf der E-World in Essen.

 

Fotos by Maurice Kaufmann • kaufmannfotografie.de

Teilnehmer-Stimmen...

"Die Auswahl der Themenfelder inklusive der Referenten war sehr treffend und in der Kombination Theorie und Praxis sehr informativ und interessant. Hinzu kamen noch die sehr interessanten Teilnehmer des WS mit denen man während der Pausen ins Gespräch kam und ein sehr offener und inspirierender Austausch stattfand.  Und dazu verhalf vor allem die gute Vorbereitung, der entspannte Rahmen (sehr schöne Location) und die gute Verpflegung – vielen Dank. Ich freue mich auf den Besuch des WS im nächsten Jahr."

Gianni Capasso - SWK ENERGIE GmbH     

"Der Knowledge Workshop 2017 wurde seinem Namen gerecht: Es wurde im Rahmen angeregter Diskussionen und kurzweiliger Vorträge fachliches Wissen rund um das Thema Kundenbindung ausgetauscht. Gerne wieder!"

Niels Kokkeel - Mehrwerk GmbH    

"Ein spannendes Workshop-Programm, tolle Referenten, angeregte Diskussionen: Der Tag hat anschaulich gezeigt, was ‚Data Driven Marketing’ für Energieversorger leisten kann. Er hat wertvolle Impulse gegeben, wie wir die Kundenbindung sowie die Kündigungsprävention verbessern können."

Heidi Frühe - MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG

"Die Veranstaltung bot zahlreichen thematischen Input und einen guten Austausch mit anderen Unternehmen. Auch die Location - sowohl für die Abendveranstaltung wie auch für die Tagung selbst - waren etwas ausgefallen und sehr gut gewählt!"

Joachim Kronthaler - erdgas schwaben gmbh 

"Der Knowledge Workshop hat mir sehr gut gefallen. Insbesondere die Mischung von Trends und Projekten zur Kundenbindung mit Ergebnissen aus der Marktforschung ist sehr gelungen." 

 Isabel Ledebrink - Mehrwerk GmbH   

"Das Churn-Management steckt sicherlich noch in den Kinderschuhen und wird in den nächsten Jahren für Energieversorger zunehmend relevanter werden. Die Praxisberichte im Workshop von b7 wahren sehr hilfreich, um seine eigenen Maßnahmen zur Kündigerrückgewinnung bzw. Prävention zu hinterfragen. Besonders schätze ich den Erfahrungsaustausch mit anderen Energieversorgern. Gerne nächstes Jahr wieder!"

  Christian Stegemann - Stadtwerke Hamm GmbH

"Der Workshop war sowohl von den Themen als auch den Referenten gut in Bezug auf Theorie und praktische Anwendbarkeit zusammengestellt. Es war zu jeder Zeit spannend und interessant und ich bin mit vielen Anregungen zurückgereist. Darüber hinaus war brandseven ein sehr guter Gastgeber, wofür ich mich ausdrücklich bedanke."

Johannes Gösling - Präg Energie GmbH & Co KG

5/17 BioHyMethControl

Steuerung von Vergärungsanlagen zur Kompensation von Schwankungen anderer regenerativer Energien. brandseven nimmt als Projektpartner an einem spannenden Forschungsvorhaben teil.

 

  

 

Im Zuge der Energiewende erlebt das in Deutschland gewachsene Energiesystem einen Strukturwandel. Während sich das derzeitige System aufgrund der Speicherfähigkeit von fossilen Brennstoffen gradlinig auf die Nachfrage am Strommarkt ausrichtet und zu kalkulieren und zu regulieren ist, treten mit den erneuerbaren Energien Wind und Photovoltaik zwei Energiequellen in den Energiesektor ein, die dem derzeitigen System diametral entgegenstehen. Infolge dessen muss für das zukünftige Stromnetz ein Flexibilitätskonzept entwickelt werden, welches in der Lage ist die Diskrepanzen (Residuallasten) zwischen Angebot und Nachfrage im Energiesektor auszubalancieren. Eine in der Literatur viel zitierte Flexibilitätsoption stellt dabei die flexible Biomasse dar, worunter eine an den Bedarf ausgerichtete Betriebsweise konventioneller Biogasanlagen verstanden wird. Eine andere Möglichkeit der flexiblen Biomasse bietet die dark fermentation in Kombination mit der Methan-Produktion. In dem Projekt BioHyMeth (FKZ 64.65.69 EN 1014 A/B/C) konnte gezeigt werden, dass in einem halbtechnischen Maßstab aus einem kohlenhydratreichen Abwasserstrom Wasserstoff erzeugt werden kann und das dabei entstehende Fermentationsprodukt als Co-Substrat in der Methanproduktion eingesetzt werden kann. Aus ökologischer Sicht lässt sich mit diesem Verfahren ein doppelter Effekt erzielen, da hier nicht nur eine erneuerbare Energiequelle erschlossen wird, sondern zeitgleich auch durch die Verwendung von Abfallströmen Ressourcenschutz und Ressourcenoptimierung betrieben wird. Damit dieses Verfahren jedoch wirtschaftlich umgesetzt werden kann, bedarf es besonders unter ökonomischen Gesichtspunkten noch Optimierungsbedarf. Hierzu wurde durch die Novellierung des Erneuerbaren-Energie-Gesetz von 2012 mit dem Abschnitt 5 „Besondere Förderbestimmungen (Flexibilität)“ ein ökonomischer Anreiz gesetzt. Ziel diese Projekts BioHyMethcontrol ist es, das im Projekt BioHyMeth erprobte Verfahren so zu optimieren, dass es als zentrale Flexibilitätsoption in einem Stromsystem aus 100% erneuerbaren Energien verwendet werden kann. Um eine praktische Umsetzbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten, wird eine reale Kläranlage für das Projekt ausgewählt, für die ein Energiekonzept aus 100 % erneuerbaren Energien erstellt wird sowie eine Flexibilitätskonzept mit der zentralen Flexibilitätsoption der Wasserstoff- und Methanerzeugung, sodass die Anlage unabhängig von konventionellen Kraftwerken betrieben werden kann. Anhand der Daten der Kläranlage soll über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr eine halbtechnische Versuchsanlage betrieben werden, zu der zunächst folgenden Fragestellungen bearbeitet werden sollen:

  • Welches Energiekonzept lässt sich auf Kläranlagen realisieren?
  • Welche potentiellen Abfallströme stehen zur Verfügung?
  • Welche Flexibilitätsoptionen in welcher Größe müssen zur Verfügung gestellt werden, damit die Anlagen aus 100% erneuerbarer Energie betrieben werden können?
  • Welche Wettervorhersagen werden benötigt, um sicherstellen zu können, dass die auftretenden Residuallasten durch den biologischen Prozess kompensiert werden?
  • In wie fern lassen sich der Wasserstoff und das Methan bedarfsgerecht produzieren? Werden eventuell Gasspeicher benötigt?
  • Anhand welcher Parameter lässt sich der Energiegewinn aus dem biologischen Prozess vorhersagen?
  • In wie weit lässt sich das Verfahren durch eine Steuerung automatisieren?
  • Welche Gesamtspeicherkapazität kann durch das System für NRW zur Verfügung gestellt werden?
  • Wie wirtschaftlich ist ein solche System bzw. unter welchen Bedingungen ist ein wirtschaftlicher Betrieb einer Anlage möglich?